Frankreich ist das meistbesuchte Reiseziel in Europa und der Welt. Wenn man sich entscheidet, dorthin zu reisen, sei es für ein Wochenende oder einen längeren Aufenthalt, welche Regionen sind dann die wichtigsten Zielgebiete? Welche Unterschiede gibt es bei der Entscheidung, wohin man in Frankreich reisen soll ?
In diesem Leitfaden stellen wir Ihnen die wichtigsten Orte vor, an die Sie in Frankreich reisen können. Für jeden dieser Orte werden wir seine Besonderheiten und die Gründe für eine Reise dorthin erläutern.
Das Wichtigste, um zu entscheiden, wohin man in Frankreich reisen soll
Bevor wir mit der Beschreibung der Orte beginnen, an die man in Frankreich reisen kann, hier das Wichtigste, was man aus touristischer Sicht wissen sollte.
Wichtigste Reiseziele in Frankreich
Im Folgenden werden wir die wichtigsten Orte, wohin man in Frankreich reisen kann, durchgehen und vorstellen, jeweils mit unseren Empfehlungen fr den Aufenthalt dort.
Paris

Paris ist eine große Metropole mit sehr unterschiedlichen Vierteln. Die Wahl des richtigen Arrondissements ist daher entscheidend, wenn Sie gut gelegen übernachten möchten.
Die zentralen Bezirke rund um die Seine sind die praktischste Option. Dazu gehören das 1., 2., 3. und 4. Arrondissement. Hier befinden sich viele Sehenswürdigkeiten wie der Louvre, Notre-Dame und das Marais. Sie können vieles zu Fuß erreichen. Die Preise für Unterkünfte sind jedoch hoch und die Zimmer oft klein.
Das Quartier Latin im 5. Arrondissement ist eine gute Alternative. Es ist lebendig und geprägt von Studenten. Restaurants und Cafés sind zahlreich und oft bezahlbar. Die Lage ist zentral und gut an die Metro angebunden.
Saint-Germain-des-Prés im 6. Arrondissement ist etwas gehobener. Die Gegend ist ruhig und elegant. Viele Hotels sind hier im oberen Preissegment. Dafür profitieren Sie von einer sehr guten Lage und angenehmer Atmosphäre.
Das 7. Arrondissement rund um den Eiffelturm ist ebenfalls beliebt. Es ist sicher und eher ruhig. Die Auswahl an Restaurants ist gut, aber oft teuer. Abends kann es etwas leer wirken.
Wenn Sie günstiger wohnen möchten, sind das 9. oder 10. Arrondissement interessant. Diese Viertel sind gut angebunden und bieten viele Hotels. Einige Bereiche können jedoch lauter oder weniger gepflegt sein.
Die äußeren Arrondissements sind meist günstiger, aber weiter entfernt. Ohne direkte Metro-Anbindung kann das unpraktisch werden.
Unsere Hotelempfehlungen
Korsika

Korsika ist eine vielseitige Insel im Mittelmeer. Die Wahl der Region ist wichtig, da Entfernungen lang sind und Straßen oft kurvig verlaufen.
Ajaccio im Westen ist eine gute Basis für einen ersten Aufenthalt. Die Stadt ist die größte der Insel. Sie bietet viele Unterkünfte, Restaurants und einen Flughafen. In der Umgebung finden Sie Strände und Ausflugsziele. Die Lage ist jedoch etwas abgelegen für den Norden.
Bastia im Nordosten ist praktischer, wenn Sie den Norden erkunden möchten. Der Hafen und Flughafen erleichtern die Anreise. Die Altstadt ist kompakt und lebendig. Die Auswahl an Hotels ist gut. Die Umgebung bietet weniger bekannte, aber schöne Strände.
Porto-Vecchio im Süden ist bekannt für seine Strände wie Palombaggia. Die Gegend ist beliebt und entsprechend teuer. Viele Unterkünfte bestehen aus Ferienanlagen und Villen. Ein Auto ist hier fast unverzichtbar.
Calvi im Nordwesten ist eine gute Mischung. Die Stadt ist überschaubar und touristisch gut organisiert. Es gibt viele Restaurants und Hotels. Der Strand ist direkt erreichbar. Die Region eignet sich gut für Badeurlaub und Wanderungen.
Das Inselinnere ist ruhiger und günstiger. Orte wie Corte bieten einen authentischeren Einblick. Die Auswahl an Unterkünften ist kleiner. Die Anbindung ist begrenzt, aber ideal für Natur und Wanderungen.
Die Normandie

Die Normandie ist eine weitläufige Region im Norden Frankreichs. Die Wahl des Standorts hängt stark davon ab, ob Sie Küste, Geschichte oder ländliche Ruhe suchen.
Honfleur ist eine der beliebtesten Optionen. Der kleine Hafenort ist kompakt und gut erschlossen. Viele Restaurants und Hotels befinden sich im Zentrum. Die Lage ist ideal, um die Côte Fleurie zu erkunden. In der Hochsaison kann es jedoch sehr voll und teuer werden.
Deauville und Trouville liegen direkt nebeneinander. Sie sind bekannt für lange Sandstrände und eine gute touristische Infrastruktur. Die Auswahl an Unterkünften ist groß. Preise sind oft höher, vor allem in Deauville. Die Anbindung per Zug von Paris ist sehr praktisch.
Caen ist eine größere Stadt im Landesinneren. Sie eignet sich gut als Ausgangspunkt für die Landungsstrände. Das Hotelangebot ist vielfältig und oft günstiger als an der Küste. Die Stadt selbst bietet Restaurants, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten. Ein Auto ist hier empfehlenswert.
Bayeux ist eine kleinere Alternative in der Nähe der D-Day-Strände. Der Ort ist ruhig und historisch geprägt. Die Unterkunftsauswahl ist vorhanden, aber begrenzt. Dafür sind viele Sehenswürdigkeiten schnell erreichbar.
Der Mont-Saint-Michel ist beeindruckend, aber kein idealer Standort zum Übernachten. Die Preise sind hoch und die Gegend wird abends sehr ruhig. Besser ist es, in der Umgebung zu schlafen und den Ort als Tagesausflug zu besuchen.
Das Loiretal

Das Loiretal erstreckt sich über eine große Fläche. Die Wahl des Standorts ist wichtig, da die Entfernungen zwischen den Schlössern nicht zu unterschätzen sind.
Tours ist die beste Basis für einen ersten Aufenthalt. Die Stadt ist gut erreichbar per Zug und bietet viele Hotels und Restaurants. Die Altstadt ist lebendig. Von hier aus erreichen Sie bekannte Schlösser wie Chenonceau oder Amboise relativ schnell. Öffentliche Verkehrsmittel sind vorhanden, aber ein Auto bleibt praktischer.
Amboise ist eine kleinere und ruhigere Alternative. Der Ort liegt direkt an der Loire. Das Schloss von Amboise und Clos Lucé sind vor Ort zu besichtigen. Die Auswahl an Unterkünften ist solide, aber kleiner als in Tours. Die Lage ist ideal für zentrale Besichtigungen.
Blois ist ebenfalls gut gelegen. Das Schloss befindet sich direkt im Zentrum. Die Stadt ist weniger touristisch als Amboise. Hotels sind oft etwas günstiger. Von hier aus erreichen Sie Chambord und Cheverny einfach.
Saumur im Westen ist interessant für Weinliebhaber. Die Gegend ist bekannt für Weinbau und ein ruhigeres Ambiente. Die touristische Infrastruktur ist vorhanden, aber weniger dicht. Die großen Schlösser im Osten sind von hier weiter entfernt.
Wenn Sie ohne Auto reisen, bleiben Tours oder Blois die praktischsten Optionen. Mit Auto haben Sie mehr Flexibilität und können auch kleinere Orte und weniger bekannte Schlösser einplanen.
Die Atlantikküste

Die Atlantikküste erstreckt sich von der Bretagne bis zum Baskenland und bietet sehr unterschiedliche Landschaften und Orte zum Übernachten. Im Norden, etwa in der Bretagne, dominieren raue Küsten, kleine Häfen und historische Städte wie Saint-Malo oder Brest. Weiter südlich, rund um La Rochelle und die Vendée, wird das Klima milder und die Strände breiter.
Die Region ist bekannt für lange Sandstrände, Dünen und bekannte Badeorte wie Arcachon oder Biarritz. Dort finden Sie viele Aktivitäten wie Surfen, Radfahren oder Bootsausflüge. Auch Naturgebiete wie die Dune du Pilat oder die Île de Ré zählen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die größte Stadt an dieser Küste ist Bordeaux.
Das Angebot an Unterkünften ist insgesamt groß. Es reicht von Campingplätzen und Ferienhäusern bis zu Hotels aller Kategorien. In beliebten Badeorten steigen die Preise im Sommer deutlich an. Früh buchen ist hier wichtig.
Restaurants sind entlang der gesamten Küste gut vertreten. Meeresfrüchte spielen eine große Rolle. In touristischen Orten ist die Auswahl größer, in kleineren Dörfern eher begrenzt.
Die Anbindung variiert je nach Region. Größere Städte sind gut mit dem Zug erreichbar. Für abgelegenere Küstenabschnitte ist ein Auto oft notwendig.
Ein Nachteil kann das wechselhafte Wetter im Norden sein. Im Süden ist es sonniger, aber im Sommer teilweise sehr voll.
Die Alpen

Die Alpen gehören zu den wichtigsten Gebirgsregionen Europas und liegen im Osten des Landes, entlang der Grenze zur Schweiz und zu Italien. Sie umfassen bekannte Orte wie Chamonix, Annecy oder Grenoble. Die Landschaft ist geprägt von hohen Gipfeln, Gletschern und tiefen Tälern. Der Mont Blanc ist der höchste Berg Westeuropas und ein zentraler Anziehungspunkt.
Im Winter ist die Region vor allem für Skigebiete bekannt. Große Resorts wie Les Trois Vallées oder Paradiski bieten sehr viele Pisten und moderne Infrastruktur. Im Sommer kommen Besucher zum Wandern, Radfahren oder für Aktivitäten rund um Seen wie den Lac d’Annecy. Während Ihres Besuchs in dieser Region können Sie auch ein paar Tage in Lyon verbringen.
Das Angebot an Unterkünften ist sehr umfangreich. Es reicht von einfachen Ferienwohnungen bis zu gehobenen Hotels und Chalets. In großen Skistationen ist die Kapazität hoch, aber auch die Preise sind in der Hochsaison entsprechend teuer. Kleinere Dörfer bieten oft günstigere Alternativen.
Restaurants sind gut vertreten, vor allem in touristischen Orten. Die Küche ist deftig, mit Spezialitäten wie Fondue oder Raclette. Außerhalb der Saison kann die Auswahl eingeschränkt sein.
Die Anreise ist relativ einfach. Städte wie Grenoble oder Chambéry sind gut mit dem Zug erreichbar. Für viele Skigebiete oder abgelegene Täler ist jedoch ein Auto sinnvoll.
Ein Nachteil sind die hohen Preise im Winter und die starke Auslastung in bekannten Stationen. Zudem kann die Fortbewegung ohne Auto in manchen Tälern kompliziert sein.
Die Überseegebiete

Die französischen Überseegebiete umfassen mehrere Regionen und Départements außerhalb Europas sowie die Inselwelt von Französisch-Polynesien im Pazifik. Dazu gehören Guadeloupe, Martinique, La Réunion, Mayotte und Französisch-Guayana. Hinzu kommt Französisch-Polynesien mit Inseln wie Tahiti, Bora Bora oder Moorea.
In der Karibik bieten Guadeloupe und Martinique klassische Badeziele mit Stränden und guter Infrastruktur. La Réunion ist vulkanisch geprägt und eignet sich gut zum Wandern. Französisch-Guayana ist dichter Regenwald und weniger touristisch. Mayotte ist einfacher und noch im Aufbau. Französisch-Polynesien steht für Lagunen, Korallenriffe und gehobenen Tourismus.
Das Angebot an Unterkünften ist sehr unterschiedlich. In Guadeloupe, Martinique, La Réunion und Polynesien finden Sie viele Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. In Polynesien gibt es auch luxuriöse Resorts mit Wasserbungalows. In Mayotte und Französisch-Guayana ist die Auswahl kleiner.
Restaurants sind vor allem in touristischen Gebieten gut vertreten. Die Küche ist meist kreolisch oder von Meeresfrüchten geprägt. In Polynesien finden Sie zusätzlich internationale Gastronomie, aber zu hohen Preisen.
Die Anreise erfolgt fast immer per Flug über Paris. Die Strecken sind lang und teuer. Vor Ort ist ein Mietwagen oft notwendig, außer auf kleineren Inseln.
Ein Nachteil sind die hohen Kosten für Flüge und Unterkünfte, besonders in Polynesien. Zudem können Klima, Isolation und begrenzte Infrastruktur je nach Gebiet einschränkend sein.
Die Bretagne

Die Bretagne liegt im Nordwesten von Frankreich und ist eine Region mit starkem maritimem Charakter. Die Küste ist zerklüftet und bietet viele Klippen, Leuchttürme und kleine Buchten. Wichtige Orte sind Saint-Malo, Rennes oder Quimper. Wenn Sie in Frankreich am Meer übernachten möchten, ist die Bretagne eine solide Option.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Altstadt von Saint-Malo, die rosa Granitküste oder die Halbinsel Crozon. Auch kleinere Inseln und traditionelle Fischerdörfer prägen die Region. Die Landschaft ist abwechslungsreich und eignet sich gut für Spaziergänge und Rundreisen.
Das Angebot an Unterkünften ist breit. Es gibt viele Ferienhäuser, Campingplätze und kleinere Hotels. Große Hotelanlagen sind eher selten. In der Hochsaison steigen die Preise deutlich, bleiben aber oft günstiger als an der Côte d’Azur.
Restaurants sind gut vertreten, vor allem entlang der Küste. Typisch sind Crêperien und Fischrestaurants. In kleineren Orten ist die Auswahl begrenzter, besonders außerhalb der Ferienzeiten.
Die Anreise ist mit dem Zug bis Rennes oder Brest gut möglich. Für die Erkundung der Küste ist ein Auto jedoch sinnvoll. Die Entfernungen zwischen den Sehenswürdigkeiten können groß sein.
Ein Nachteil ist das wechselhafte Wetter mit Wind und Regen, auch im Sommer. Baden ist möglich, aber das Wasser bleibt kühl. Die Region eignet sich eher für Natur und Erkundung als für klassischen Badeurlaub.
Der Osten

Der Osten Frankreichs umfasst Regionen wie das Elsass, Lothringen, die Champagne und Burgund. Diese Gebiete liegen nahe der deutschen Grenze und bieten eine Mischung aus Weinlandschaften, historischen Städten und ländlichen Gebieten. Wichtige Städte sind Straßburg, Colmar, Metz, Reims oder Dijon. Die Atmosphäre ist ruhiger als an der Küste oder in großen Metropolen.
Im Elsass finden Sie typische Fachwerkhäuser und bekannte Orte entlang der Weinstraße. Die Champagne ist vor allem für ihre Weinberge und große Häuser in Reims und Épernay bekannt. Burgund bietet ebenfalls viele Weindörfer sowie kulturelle Sehenswürdigkeiten in Dijon oder Beaune. Lothringen ist weniger touristisch, hat aber interessante Städte wie Metz und viel Natur.
Das Angebot an Unterkünften ist insgesamt gut. Es gibt viele kleine Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. In Weinregionen finden Sie auch Unterkünfte direkt bei Winzern. Die Preise sind moderat, steigen aber in bekannten Orten und während der Weinlese.
Restaurants sind weit verbreitet, vor allem in touristischen Städten. Die regionale Küche spielt eine große Rolle. In kleineren Dörfern ist die Auswahl begrenzt, besonders außerhalb der Saison.
Die Anbindung ist gut. Straßburg, Reims oder Dijon sind mit dem TGV erreichbar. Ein Auto ist jedoch praktisch, um die Weinregionen und ländlichen Gebiete zu erkunden.
Ein Nachteil ist, dass einige Gegenden ruhig sind und abends wenig los ist. Zudem kann das Wetter im Winter kalt und im Herbst regnerisch sein.
Die Hauts de France

Die Region Hauts-de-France liegt im Norden des Landes an der Grenze zu Belgien und entlang des Ärmelkanals. Sie umfasst Städte wie Lille, Amiens oder Calais. Die Gegend ist weniger touristisch als der Süden, bietet aber eine gute Mischung aus Kultur, Geschichte und Küste. Wenn Sie in Nordfrankreich übernachten möchten, ist diese Region eine praktische Wahl.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen die Altstadt von Lille, die Kathedrale von Amiens und die Strände an der Opalküste. Auch Orte wie Le Touquet oder Boulogne-sur-Mer sind bekannte Badeorte. Die Landschaft ist flach und eignet sich gut für Spaziergänge und Radtouren.
Das Angebot an Unterkünften ist insgesamt solide. In Städten wie Lille finden Sie viele Hotels in verschiedenen Preisklassen. An der Küste gibt es Ferienwohnungen und kleinere Hotels. Die Preise bleiben oft moderat, auch in der Hochsaison.
Restaurants sind gut vertreten, besonders in den Städten. Die Küche ist eher deftig, mit regionalen Spezialitäten. In kleineren Orten kann die Auswahl eingeschränkt sein.
Die Region ist gut angebunden. Lille ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit schnellen Zugverbindungen nach Paris, Brüssel und London. Auch das Straßennetz ist gut ausgebaut. Ein Auto ist vor allem für die Küste sinnvoll.
Ein Nachteil ist das oft graue und wechselhafte Wetter. Badeurlaub ist möglich, aber das Wasser bleibt kühl. Einige Orte wirken weniger gepflegt als in anderen Regionen Frankreichs.